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Dienstag
Nov122013

Die Gesellschaft, in der wir aktiv sind

Es ist schwierig, den Menschen die Bedürfnisse in unserer Gesellschaft klarzumachen, besonders dann, wenn sie keinen Bezugsrahmen haben. Eine Betreuung nach der Schule ist dringend nötig. Kürzlich ging eine Geschichte durch die Medien von zwei Kleinkindern, die vergewaltigt und getötet worden waren. Dies ist keine Ausnahme. Südafrika hat weltweit eine der höchsten Raten an sexueller Gewalt. Ein weiteres schlimmes Übel für die Gesellschaft ist das Bandenwesen, das weithin herrscht und das oft als einziger Ausweg aus einer hoffnungslosen Situation gesehen wird. TIK- oder Methamphetamin-Missbrauch ist in den farbigen Gemeinschaften weitverbreitet, besonders in denen, die am schwersten vom Bandenwesen betroffen sind, wie die Gegend, in der wir versuchen zu helfen (Tik-Statistiken). Die Arbeitslosenquote liegt in dieser Gegend bei 60%. 47% der Gemeinschaft haben einen Bildungsstand, der höchstens dem der 7. Klasse entspricht. 67%haben ein Monatseinkommen von R3.500 (310 CHF) oder weniger (TB-Studie).Rechnen wir es doch mal durch: R3.500 im Monat, das macht R42.000 im Jahr. Davon muss man für eine bessere Schule durchschnittlich R20.000 pro Kind bezahlen, was noch R22.000 im Jahr übriglässt (wenn die Familie nur ein Kind hat, was nicht oft der Fall ist), das sind etwa R1.850 (164 CHF) im Monat. Davon muss die Familie Miete, Strom, städtische Gebühren, Lebensmittel, den Transport zur Arbeit, Krankenversicherung, Kleidung, Schuhe usw. bezahlen.

Schickt man diese Kinder auf bessere Schulen, so hilft das deren Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl und somit lohnen sich alle Opfer und die harte Arbeit. Ich weiß, wie das ist, denn ich war eine solche Schülerin.

Warum haben wir nur eine Schülerin ins Ausland geschickt und warum lassen wir nur eine Schülerin eine bessere Schule besuchen? Weil wir vorsichtig sind. Natürlich können wir dies mit mehreren Kinder tun, aber jeder Schüler kostet im Durchschnitt R20.000 pro Jahr, fünf Jahre lang. Wenn wir dieses Geld irgendwann während ihrer schulischen Ausbildung nicht mehr aufbringen können, müssten wir die Kinder in die Schulen zurückschicken, die sie vermeiden wollten. Das wäre noch schlimmer als gar nie etwas Besseres erlebt zu haben.

Mit der Hilfe von Mr. Gary Faulmann und seinen Lehrern an der Holy Trinity Primary School Matroosfonteinkonnten wir zwei Schülerinnen aussuchen,Keasha und Alison, die Potenzial zum Erfolg zeigen, wenn sie die Chance bekommen. Familie Schumann wird eine Schülerin finanziell unterstützen. Könnt ihr uns bitte helfen, die anderen auch zu finanzieren? Viele kleine Beiträge helfen auch.

Ein Dankeschön an diejenigen, die das Benefiz-Abendessen unterstützt haben! Wir wissen eure Hilfe sehr zu schätzen.

 Diese deutsche Übersetzung wurde von der Freiwilligen Sheila Khalaf Decker von der PerMondo Initiative ausgeführt. PerMondo übersetzt ehrenamtlich für gemeinnützige Vereine und NGOs. Das Projekt wird von Mondo Agit geleitet.

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    Care and Development of Children - Neuigkeiten - Die Gesellschaft, in der wir aktiv sind
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