Folgende Informationen entstammen der Seite http://www.southafrica.info/about/education/education.htm

 

Bildung war Teil des gesamten Apartheidsystems, das die Heimatgebiete, städtischen Einschränkungen, Passgesetze und die Job-Reservation umfasst. Schwarzafrikaner waren ausschließlich als Arbeiter und Bedienstete tätig. Wie HF Verwoerd, der Verfasser des Bantu-Bildungsgesetzes von 1953, sagte: „Für Afrikaner gibt es, abgesehen von bestimmten Arbeitsformen, in der Europäischen Gemeinschaft keinen Platz. Es ist nutzlos, Ausbildungen zu schaffen, die als Ziel eine Eingliederung in die Europäische Gemeinschaft verfolgen. “

Obwohl die heutige Regierung daran arbeitet, das Ungleichgewicht im Bildungsbereich zu beheben, bleibt die Apartheid in den Köpfen bestehen. Die größten Herausforderungen stellen die ärmeren, ländlichen Gegenden wie das Ostkap und die Provinz KwaZulu-Natal dar. Generell stehen Schulen in den finanzkräftigeren Provinzen wie Gauteng und dem Westkap mehr Ressourcen zur Verfügung.

Die Analphabetenrate von Erwachsenen über 15 Jahren liegt derzeit bei ungefähr 18 Prozent (circa 9 Millionen Erwachsene sind nicht funktional alphabetisiert), Lehrer in Township-Schulen sind unzureichend ausgebildet und die Matrik schließen nach wie vor nur wenige erfolgreich ab.

Während 65 Prozent der Weißen über 20 Jahren und 40 Prozent der Inderinnen und Inder einen High-School- oder höheren Abschluss haben, können nur 14 Prozent der Schwarzen und 17 Prozent der Farbigen gleichwertige Abschlüsse nachweisen.

Die Regierung möchte den Ärmsten Bildungsmöglichkeiten bieten und verfolgt dieses Ziel mithilfe von zwei bemerkenswerten Programmen. Das eine sind gebührenfreie Schulen: Einrichtungen, die die benötigten finanziellen Mittel von staatlicher Seite bekommen und deswegen keine Schulgebühren verlangen müssen. Diese Schulen wurden in den ärmsten Gebieten des Landes angesiedelt und im Jahr 2007 werden 40 Prozent aller Schulen gebührenfrei sein.

Das zweite ist das Ernährungsprogramm für staatliche Schulen (National Schools Nutrition Programme), das alle Kinder einschließt und innerhalb dessen 7 Millionen Schulkinder pro Tag in den Grundschulen in 13 ländlichen und 8 städtischen Armutsgebieten ernährt werden. Das Programm wurde im Jahr 2009 auf 1500 Sekundärschulen im ganzen Land erweitert und sorgt für die Ernährung von einer Million Sekundärstufenschülern der Klassen 8 bis 12.


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Obwohl die Regierung die Ungleichheit im Bildungswesen bekämpft, gibt es noch immer eine große Diskrepanz der Bildungsqualität in staatlichen und sogenannten Model-C-Schulen.